Credit Suisse: Negativ-Meldungen halten an

Credit Suisse: Negativ-Meldungen halten an

4/22/2021

Die Credit Suisse ist im ersten Quartal 2021 wie angekündigt in die roten Zahlen gefallen.

Die Credit Suisse hat es hart getroffen. Wegen dem Zusammenbruch des US-Hedgefonds Archegos resultiert ein Reinverlust von 252 Millionen Franken. 

 

Im gleichen Vorjahreszeitraum hatte die Credit Suisse noch einen Quartalsgewinn von 1,3 Milliarden Franken erzielt. Sie muss nun neues Kapital aufnehmen. Der Vorsteuerverlust für das ersten Quartal 2021 fiel mit 757 Millionen Franken allerdings unter dem vor zwei Wochen angekündigten Niveau aus, wie die Großbank am Donnerstag mitteilte. Damals war sie noch von einem Verlust vor Steuern von gut 900 Millionen Franken ausgegangen.

 

Der Archegos-Zusammenbruch belastet das Ergebnis der Großbank - wie bereits damals gemeldet - mit rund 4,4 Milliarden Franken. Ohne die Belastung hätte die CS ein sehr starkes Quartalsergebnis erzielt: Bereinigt um die Verluste hätte ein Vorsteuergewinn von 3,6 Milliarden Franken resultiert. Zum Vergleich: Der gesamte Vorsteuergewinn des Jahres 2020 hatte bei 3,5 Milliarden gelegen.

 

Derweil hat die Finma ein weiteres Verfahren gegen die CS im Fall Archegos eröffnet, nachdem sie bereits seit dem März im Zusammenhang mit dem Greensill-Fall ein Enforcement-Verfahren gegen die Bank führt. Untersuchen will die Finma vor allem Hinweise auf Mängel im Risikomanagement der Großbank. Zusätzlich wurden der Bank verschiedene Sofortmaßnahmen vorgeschrieben.

 

Die CS kommt seit Anfang März nicht mehr aus den negativen Schlagzeilen heraus. Damals gab sie bekannt, ihre mit Greensill Capital erstellten "Lieferketten-Finanzierungsfonds" mit einem Volumen von rund 10 Milliarden Dollar aufzulösen. Wie sich inzwischen abzeichnet, droht für die Fondsinvestoren in diesem Zusammenhang ein möglicher Ausfall in Milliardenhöhe.

Ende März kam mit dem Zusammenbruch des US-Hedgefonds Archegos, der zu hohen Beeinträchtigungen führte, der nächste Schock.

Comments